Hier habe ich Max vorgestellt, kurz nachdem er zu mir
gekommen ist. Nun ist er schon 2 Wochen da und es ist ein Update fällig.
Er ist ein noch viel großartigerer Hund, als ursprünglich
angenommen. Es stimmt nicht, dass er unbedingt im Mittelpunkt stehen muss und
deshalb nur als Einzelhund gehalten werden kann.
Wir haben es jetzt mit mehreren Hunden ausprobiert und er
scheint Gesellschaft wirklich zu mögen. Er hat ein sehr korrektes
Sozialverhalten und stellt sich auf den anderen Hund ein. Er beschwichtigt und
kommuniziert sehr klar, versucht Konflikte zu vermeiden und spielt gerne.
Er sucht absolut keinen Streit - außer mit gewissen Thai
Ridgeback Hündinnen, die hinter verschlossenen Türen rumstänkern ;), aber
selbst hier lässt er sich ohne Probleme abrufen.
Ich denke also, dass er durchaus auch als Zweithund geeignet
ist. Kommt dann natürlich auch auf den anderen Hund an.
Auch sonst ist mir bis jetzt nichts Negatives aufgefallen.
Er bleibt brav alleine, bellt nicht übermäßig (und wenn dann eher leise), läuft
schön an der Leine, ist motiviert und verspielt, aber ohne dabei sonderlich
aufdringlich zu sein.
Da er sein Trockenfutter überhaupt nicht gefressen hat, seit
er hier ist, habe ich ihn nun auf BARF umgestellt, was er sehr gut verträgt und
gerne mag.
Ich glaube außerdem nicht, dass er ein Terrier-Mix ist. Er
haart und hat auch sonst keine typischen Terriereigenschaften. Ich denke eher,
dass da Bosnische Rauhaarbracke, Dackel und Pekingese oder ähnliches beteiligt
waren.
Ich habe ein neues Video-Schneideprogramm und zum
Ausprobieren habe ich mal ein kleines Max-Video gemacht. Es ist kein
oscarverdächtiges Meisterwerk, aber hier sieht man ihn mal in Action und wie
süß und lustig er sein kann. Die Fotos werden ihm ja leider kaum.
Wie letztens angekündigt habe ich eine neue Artikelserie
geplant. Mal schauen was draus wird und ob ich es schaffe regelmäßig dazu etwas
zu schreiben, aber ich bin auf jeden Fall topmotiviert, weil ich denke, es ist
sinnvoller Lösungsvorschläge aufzuzeigen, als zu verurteilen.
Das Zitat, dass mich dazu inspiriert hat war in einer
Diskussion über die Sinnhaftigkeit bzw. die Natürlichkeit von positiver
Verstärkung.
Jemand hat gefragt: „Ob ein Clicker diese Situation noch retten könnte? (Tränen
lachendes Simely)“ Dazu wurde ein Video gepostet, dass leider nicht mehr
abrufbar ist. In dem Video war zu sehen wie in einer Tierklinik drei Damen sich
auf einen großen Hund (sah nach Bullmastiff aus) werfen und versuchen, ihm unter
Zwang die Krallen zu schneiden und es endet damit, dass der Hund mit einer der
Damen auf seinem Rücken „reitend“ das Weite sucht.
Zugegeben, es war recht witzig anzuschauen, obwohl die
Situation für den Hund vermutlich nicht ganz so witzig war.
Um die Frage zu beantworten: Vermutlich hätte der Clicker
diese Situation nicht retten können, denn wie ich immer betone, der Clicker ist
keine Wunder-Fernbedienung für Tiere. Der Hund hätte schon vorher seine
Bedeutung lernen müssen (siehe Konditionierung auf den Clicker) und zunächst in
positiven Situationen damit trainiert werden müssen.
Aber hat Gewalt die Situation gerettet? Offensichtlich
nicht, denn der Hund wurde locker mit drei Frauen fertig und konnte sich der
Situation entziehen und dafür musste er noch nicht mal aggressiv werden. Mit
Zwang kann man diese Situation nur dann retten, wenn man dem Hund körperlich
überlegen ist und/oder ihn so sehr einschüchtert, dass er sich nicht mehr traut
sich zu wehren.
Ein (medizinischer) Notfall ist in meinen Augen die einzige
Situation, in der der Zweck die Mittel heiligt und man einen Hund das antun
kann.
Aber Krallen schneiden ist kein Notfall! Im Allgemeinen ist
damit zu rechnen, dass das früher oder später notwendig sein kann und es ist
auch keine Tragödie, wenn der Hund mal vorübergehend zu lange Krallen hat. Also
kann man sich ruhig die Zeit nehmen, diese Situation positiv zu trainieren.
Dann kommt man gar nicht in eine Lage, in der sich drei Frauen auf einen
Hund werfen müssen und spart im Endeffekt extrem viel Zeit (und Nerven), wenn
Krallen kürzen völlig problemlos über die Bühne geht.
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Gegenkonditionierung
Das Krallenschneiden wird mit etwas positiven verknüpft, in
der Regel ist das Futter, damit klappt es am schnellsten.
Bei einem Hund, der sehr gerne frisst und das
Krallenschneiden nicht ganz so fürchterlich findet dauert das meistens nicht
lange und man hätte es vielleicht sogar noch in der Situation in dem Video
anwenden können.
Am besten geht das zu zweit, dann braucht man auch keinen
Clicker oder sonst irgendwelche Hilfsmittel: Eine Person schneidet die Kralle,
die zweite Person schiebt dem Hund genau in diesem Moment ein Leckerli ins
Maul.
Ist man alleine, kann einem der Clicker oder in dem Fall
besser noch ein Markerwort (dafür braucht man keine extra Hand) helfen, den
richtigen Zeitpunkt zu markieren.
Bei meinen jetzigen Lundis habe ich es zum ersten Mal auch selbst so gemacht, wie ich es Kunden empfehlen würde ;)
Ylvie's Krallen habe ich auch noch unter zwang geschnitten *schäm* und das ging auch. Einem kleinen Hund ist man körperlich überlegen und mit der Zeit hat Ylvie dann auch begriffen, dass das eben sein muss.
Jolner und Crysella habe ich zusammen mit meiner Mutter von Anfang an gegenkonditioniert: Sie hat gefüttert während ich geschnitten habe. Inzwischen verwende ich ein Markerwort ("Braaav"), das eine ähnliche Bedeutung wie der Clicker hat, nur mit dem Unterschied, dass die Übung dann nicht beendet ist und das Leckerli direkt ins Maul serviert wird. Es bedeutet also "So ist's richtig! Bleib wie du bist".
Im Gegensatz zu Ylvie freuen sich die Beiden schon richtig, wenn ich die Krallenschere hole :)
In weiterer Folge muss man nicht unbedingt bei jeder Kralle belohnen, ich sehe aber keinen Grund damit aufzuhören, da die Sache so immer mehr positiv aufgeladen wird.
Desensibilisierung
So easy geht das leider nicht immer. Wenn der Hund nicht so
verfressen ist und/oder er Krallenschneiden sehr schlimm findet (häufig der
Fall, wenn es bis dahin unter Zwang erfolgt ist), dann muss man die
Gegenkonditionierung mit Desensibilisierung verbinden, also die Übung Schritt
für Schritt aufbauen.
In diesem Video zeigt Dr. Sophia Yin, dass es auch bei einem recht aggressiven Hund ziemlich schnell gehen kann, ihm beidzubringen, sich die Krallen schneiden zu lassen.
Natürlich ist das ein kleiner Hund und Dr. Sophia Yin eine Expertin. Also zu Hause bitte mehr Zeit lassen und keine aggressive Reaktion profozieren!
Ähnlich funktioniert die Sache, wenn man einen Dremel benutzen will. Hier muss der Hund zunächst einmal an das geräusch gewöhnt werden und dann kann man sich langsam Schritt für Schritt den Krallen nähern.
Trickkiste
Oder man geht die Sache völlig anders an und bringt dem Hund
bei, sich selbst die Krallen zu feilen.
Hier leistet ein Clicker nun wirklich gute Dienste.
Ein Kratzbrett ist schnell selbst gebastelt: einfach ein
Stück Sandpapier mit starkem Klebeband auf ein Brett kleben und los geht’s.
Man kann das Verhalten mit dem Clicker formen indem man für
jeden Schritt in die richtige Richtung clickt (Interesse am Brett, mit der
Pfote berühren, einmal Kratzen…) Kratzt der Hund nicht von selbst kann man das
Verhalten provozieren indem man z.B. ein Leckerli unter das Brett legt (man
kann auch mit einer Schmutzfangmatte beginnen, wenn das mit dem Brett zu
kompliziert ist – so lernt der Hund auch gleich sich die dreckigen Pfoten
abzuwischen ;) ).
Mit der Zeit werden dann langsam die Anforderungen
gesteigert – in diesem Fall soll der Hund länger kratzen bevor er ein Click und
Leckerli bekommt.
Hier ein kleines Video von Thao, das ich im Rahmen meines Adventkalenders auf Facebook hochgeladen habe:
Bei den Hinterpfoten ist die Sache dann schon etwas trickreicher und der Hund sollte bereits Erfahrung mit Shaping haben. Hier sind zwei Beispiele, wie man es trainieren kann (leider nur auf englisch):
Oft wird behauptet positives Hundetraining würde weiß Gott wie viel Zeit in Anspruch nehmen. Vor allem auch positive Trainer betonen das häufig und ich verstehe, dass so mancher Otto Normalverbraucher da abgeschreckt ist und lieber eine schnelle Lösung hätte. Aber gerade das Beispiel Krallenschneiden zeigt, dass es im Endeffekt nicht länger dauert. Im Gegenteil: Bei Ylvie musste ich die Prozedur schon Tage im Voraus planen und immer die Krallenschere in der Hosentasche haben, denn ich konnte sie nicht mehr einfangen, wenn sie bemerkt hatte was ich vor hatte.
Und wenn man wegen so einer Kleinigkeit wie Krallenpflege jedes mal zum Tierarzt gehen und vielleicht noch den Hund in Narkose legen muss, dann ist das nicht nur zeitaufwändiger als ein wenig Gegenkonditionierung und Desensibilisierung, sondern kostet auch noch Geld.
Es gibt also keinen Grund, die Sache nicht positiv aufzubauen!
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Posted by Fashion Nails & Bellezza on Sonntag, 31. Januar 2016
Da waren’s wieder 10 und ich weiß eigentlich gar nicht so
genau warum ;)
Seit Samstag ist Max bei mir.
Max ist ein selbstbewusster, freundlicher kleiner
Terrier-Mix, ca. 8kg schwer und ca. 38cm groß. Er beherrscht die wichtigsten
Übungen, ist Autofahren gewöhnt, katzenverträglich und kann soweit alleine
bleiben.
Er wurde am 13.01.2012 in Bosnien geboren und lebt seit 2
1/2 Jahren in der Steiermark. Er ist gechipt, grundimmunisiert und kastriert.
Soweit so gut… oder auch doch nicht. Er kam über eine
Tierschutzorganisation auf eine Pflegestelle, wo er eigentlich auch hätte
bleiben können, aber er steht gerne im Mittelpunkt und hatte trotz seiner
geringen Größe, den Alaskan Malamute der Familie ziemlich unter seiner Fuchtel.
Der Große litt darunter und hatte bereits gesundheitliche Probleme deshalb.
Eine Freundin / Kollegin von mir hat von dieser Situation
erfahren und versucht zu helfen (der Tierschutzverein ja leider nicht), doch
vor Ort war unter den gegebenen Umständen leider keine Besserung möglich und
die Situation spitze sich immer mehr zu. Sie wollte deshalb nicht mehr länger
warten und hat einen vorübergehenden Pflegeplatz für Max gesucht.
Obwohl es mir derzeit nicht wirklich so gut in den Kram
passt, da ich immer noch sehr viel am Haus und mit der geplanten Neueröffnung
zu tun habe, ist er nun letztendlich hier gelandet und sucht nun dringend einen
neuen Wirkungskreis.
Er sollte möglichst auf einen Einzelplatz kommen – also quasi
das Gegenteil zu einem Leben bei mir als Nummer 10.
Es wurde schon viel mit ihm gearbeitet und er ist ein toller
Hund, wenn man ihm die Aufmerksamkeit schenken kann, die er verdient hat!
Er hat bis jetzt in einer Wohnung gewohnt und ist dort auch
gut mit der Katze und dem 12jährigen Sohn klar gekommen. Viel jünger sollten
Kinder in seiner neuen Familie aber nicht sein.
Dieser Hund ist natürlich kein Welpe mehr, er ist nicht 100%
perfekt und steht auch leider nicht kurz vor der Tötung. Trotzdem hat er einen
guten Platz verdient. Tierschutz endet nicht damit, Hunde aus dem Ausland nach
Österreich zu bringen. Sie brauchen dann auch einen Lebensplatz, wo sie ihr
Potential entfalten und in Ruhe alt werden können.
Also bitte fragt herum, ob nicht gerade jemand einen kleinen
Hund sucht, der schon aus dem Gröbsten raus, aber immer noch im besten Alter
ist.
Hier noch ein paar Fotos. Er ist leider nicht so
wirklich fotogen und sieht in Wirklichkeit viel entzückender aus. Sobald die
Sonne wieder scheint werde ich versuchen mehr Fotos und/oder Videos zu machen.
Es ist nun schon fast zwei Jahre her, dass ich mit dem
Trainingstagebuch angefangen habe und leider habe ich es nicht geschafft es so
zu dokumentieren, wie ich es vor hatte.
Zum Wiedereinstieg deshalb einfach einmal ein kleines Update.
Wir sind noch lange nicht an unserem Ziel angelangt bzw.
haben sich die Ziele auch geändert, da sich unsere Lebenssituation inzwischen mehrfach
verändert hat.
Zunächst wurde meine Oma ein echter Pflegefall, was mir
nicht nur zeitlich sondern vor allem auch psychisch sehr viel abverlangt hat
bis sie schließlich im November 2015 verstorben ist.
In dieser Zeit habe ich aber besonders viel mit den Hunden
trainiert, weil es mich auf andere Gedanken gebracht hat. Ich bin meinen Hunden
dafür immer noch unendlich dankbar. Ich wüsste nicht, wie es mir ergangen wäre,
hätte ich nicht in ihnen immer einen Sinn im Leben und Halt gefunden.
Ja, auch oder gerade ein Hund wie Mali kann einem
tatsächlich Halt geben :)
An die wirklich schwierigen Aufgaben (also in Mali’s Fall
vor allem hinaus auf die Straße gehen) haben wir uns aber nicht herangewagt, denn
solchen Challenges
sollte man sich auch nur dann stellen, wenn man topfit ist :)
Stattdessen haben wir vor allem Tricks geübt. Tricks sind
lustig und man hat nicht so hohe Erwartungen. Es macht nichts, wenn man mal
nicht so genau arbeitet und manchmal entsteht durch einen Fehler des Hundes
sogar ein ganz neuer, noch besserer Trick.
Durch Trick Training lernt der Hund außerdem zu lernen, je
mehr Übungen er kann, desto leichter kann man ihm noch mehr beibringen. Und es
ist eine spaßige Beschäftigung für Mensch und Tier. Deshalb liebe ich
Tricktraining so sehr :)
Weil ich ein Mensch bin, der aber bei aller Leichtigkeit
trotzdem ein Ziel vor Augen braucht bin ich sehr begeistert vom Titel-Programm
von Do More With Your Dog (DMWYD).
Dort kann man Trick Titel erwerben, wenn man eine bestimmte
Anzahl an Tricks verschiedener Schwierigkeitsstufen beherrscht.
Gerade mit einem Hund wie Mali, mit dem ich vermutlich nie
auf ein Turnier, eine Prüfung oder Ausstellung gehen kann (obwohl… sag niemals
nie ;) ), ist es toll, wenn es auch die Möglichkeit gibt, die zu Hause
erreichten Erfolge honorieren zu lassen und ich bin sehr stolz auf seinen
Novice Trick Dog Title!!!
Auch Sitz, Platz usw. gilt bei DMWYD als Tricks, denn auch sie sind nichts anderes. Alles ist eigentlich ein Trick. Dem Hund ist es egal, ob er nur zum Spaß etwas lernt oder ob das auch im täglichen Leben sinnvoll ist. Menschen neigen dazu, die - in ihren Augen - wichtigen Dinge zu ernst zu nehmen, deshalb lernen viele Hunde Tricks schneller und lieber, als z.B. "Unterordnungsübungen". Wir machen uns lieber aus allem einen Spaß :)
Es sind auch manche scheinbar unnützen Tricks, durchaus sinnvoll. Durch Peekaboo! (Kuckuck) hat Mali z.B. gelernt, dass es auch Spaß machen kann, wenn ein Mensch über ihm ist. Später kann man diesen Trick anwenden, wenn es in einer schwierigen Situation sinnvoll ist, den Hund zwischen seinen Beinen zu parken.
Mit dem Jump for Joy (Freudensprung) habe ich einfach sein ständiges Rumgespringe mit einem Signal belegt. Auf diese Weise kann man auch unerwünschtes Verhalten unter Kontrolle bringen, wenn der Hund es dann nur mehr auf Signal hin ausführt und nicht mehr ständig. Hierzu werde ich aber noch einmal einen extra Beitrag schreiben.
Wir haben auch noch einige andere Sachen geübt, aber die
möchte ich dann extra behandeln.
2015 haben sich die Ereignisse dann wieder überschlagen. Eigentlich
wollte ich noch eine Weile in Weiz bleiben, damit die Hunde und ich einmal ein bisschen
zur Ruhe kommen können und wir nicht schon wieder umziehen müssen. Aber Ruhe
war uns dort nicht vergönnt, weil sich wohl jemand unbedingt nach dem Tod
meiner Oma das Haus und Grundstück unter den Nagel reißen wollte und uns dazu
vertreiben musste (mehr dazu hier).
Gott sei Danke – im Nachhinein – denn nun sitzen wir in
unserem Traumhaus und haben hoffentlich für immer unsere Ruhe. Nur mit
Trainieren war halt nicht allzu viel los ;)
Ich hatte mir noch vorgenommen ihn wenigstens an Geschirr
und Leine zu gewöhnen um den Umzug einigermaßen gesittet über die Bühne zu
bringen. Das habe ich aber zu lange vor mir hergeschoben und schließlich gab es
keine Wahl mehr, da wir die Hunde ja völlig überraschend von einem Tag auf den
anderen evakuieren mussten. Bei der Planung wurde mir schon übel, wenn ich nur
daran dachte, wie ich den Hund nun in ein Auto bringen soll und dann im neuen
Zuhause zwei Wochen ohne Zaun mit ihm überleben soll :O
Wie das dann ausging, erzähle ich das nächste mal ;)
In Diskussionen über Hundeerziehung wird oft behauptet, positives Training käme schnell an seine Grenzen. Die ganze Leckerli-Werferei mag ja ganz nett sein, wenn man sein Schoßhündchen dressieren möchte, bringe aber keinen Erfolg bei echten Problemen und/oder wirklich gefährlichen Hunden.
Da taucht dann oft die Frage auf "Was würdest Du denn machen, mit einem Hunde, der... (was auch immer)?" und leider gibt es viel zu selten darauf eine Antwort.
Verfechter der gewaltfreien Hundeerziehung berufen sich dann darauf, dass man das nicht so auf die Schnelle sagen könne, man müsse die Gesamtsituation kennen, einen Trainingsplan ausarbeiten, den Hund tierärztlich untersuchen lassen, dies und jenes.
Das ist natürlich nicht falsch, überzeugt aber auch sicher niemand davon, dass man mit positiven Methoden sehr wohl auch bei "schwierigen" Fällen etwas erreichen kann. Meistens nicht nur stressfreier und tierfreundlicher, sondern auch schneller, effizienter und nachhaltiger. Viel eher klingt es als wäre das sehr kompliziert und würde sowieso keiner verstehen (oder aber als wüsste der "Wattebauschwerfer" ohnehin keine Antwort und versuche nur abzulenken).
Schade, denn so lässt sich sicher niemand davon überzeugen, dass der positive Weg, der bessere ist.
Die Frage "Was würdest Du denn machen" mag meist nur rhetorisch gemeint sein und der Fragesteller hat gar kein Interesse daran, eine ernstgemeinte Antwort zu bekommen, aber es gibt doch auch hin und wieder Menschen, die durchaus offen für neue Ideen sind, vorausgesetzt man teilt sie ihnen mit :)
Ich möchte daher eine Artikelserie zu diesem Thema starten, indem ich mir derartige Fragen aus dem Internet heraussuche und versuche ernsthaft zu beantworten.
Natürlich kann man ohne Hintergrundinfos und aufgrund einer Momentaufnahme oder einer kurzen Beschreibung keinen kompletten Trainingsplan erstellen. Natürlich gibt es kein Patentrezept, das bei jedem Hund und in jeder Situation Wunder wirkt. Und natürlich ist vor allem die Arbeit mit aggressiven Hunden gefährlich und man sollte da nicht aufgrund von Internet-Tipps alleine dran herumdoktorn. Trotzdem kann man Denkanstöße und Ideen aufzeigen.
Ich hab zwar schon zwei Artikel zu diesem Thema geschrieben,
aber diesen hier habe ich kürzlich für Thai Ridgeback in Not verfasst, da wir
uns schon wieder mit diversen Vermehrern herum schlagen müssen.
Ich möchte ihn auch hier teilen, weil die Inhalte wohl
wirklich nicht oft genug wiederholt werden können und er außerdem sehr
spezifisch auf die Rasse Thai Ridgeback Dog zugeschnitten ist. Die Message gilt
natürlich trotzdem für alle Hunderassen!
Immer wieder tauchen Thai Ridgeback Würfe ohne FCI-Papiere
oder Thai-Mischlinge auf. Meist finden wir sie zunächst in einem Inserat und
nach spätestens 6 Monaten trudeln die ersten bei Thai Ridgeback in Not ein, da
sie zur Vermittlung stehen bzw. im Tierheim sitzen (manchmal sogar schon
früher).
Ja natürlich haben wir auch Thai Ridgebacks mit FCI Papieren
in der Vermittlung, doch diese werden meist direkt vermittelt oder vom Züchter
zurück genommen und von da aus weiter vermittelt, aber landen so gut wie nie im
Tierheim.
Da derartige Angebote gerade wieder gehäuft auftreten,
möchten wir aus gegebenem Anlass einmal mehr davor warnen einen Welpen aus
unseriöser Quelle aufzunehmen!
Wenn Sie sich für einen Thai Ridgeback interessieren und aus
welchen Gründen auch immer keinen Not-Thai aufnehmen können oder wollen, dann
unterstützen Sie bitte seriöse Züchter, die viel Arbeit, Geld, Mühe und Wissen
in den Erhalt der Rasse investieren und keine unseriösen Vermehrer. Der Käufer
bestimmt das Angebot! Solange es Leute gibt, die deren Welpen kaufen, wird es
auch Hundevermehrer und Welpenhandel geben.
Wir möchten Ihnen hier einen kleinen Leitfaden zur Hand
geben, worauf beim Welpenkauf zu achten ist.
Natürlich ist im Leben nicht immer alles schwarz oder weiß.
Es gibt verschiedene Meinungen über Zucht, Menschen machen Fehler und auch
unter den anerkannten Züchtern gibt es schwarze Schafe, die sich geschickt
tarnen können. Dennoch gibt es einige Punkte an denen Sie sich orientieren
können:
Es ist soviel passiert im letzten Jahr und ich habe es nicht geschafft, den Blog so zu führen, wie ich es mir wünschen würde.
Jetzt wo ich mich endlich einmal in Ruhe hinsetzen kann, habe ich zahlreiche halbfertige Artikel auf meiner Festplatte gefunden, die ich fast schon vergessen habe. Ein paar davon habe ich jetzt eingestellt und rückdatiert, weil sie zwar - in meinen Augen ;) - lesenwert sind, aber nicht mehr ganz up-to-date:
Die restlichen und natürlich auch neue, werde ich nun versuchen regelmäßig zu veröffentlichen. Ich hoffe es klappt ;) Denn auch dieses Jahr habe ich viel vor, allen voran der Aufbau unseres Hundezentrums und der Online Hundeschule, aber da sollte es ja dann auch genug Material für den Blog geben.
Auf jeden Fall aber wünsche ich allen meinen Lesern ein großartiges neues Jahr 2016 mit viel Spaß und wenig Stress :)